Upsspitze

Die Upsspitze

Upsspitze Gleitschirm Startplatz

Die Upsspitze ist der unmittelbare Nachbar des höchsten Gipfels in den Ammergauern, dem Daniel, und steht diesem mit nur 8m Höhendifferenz in nichts nach. Vielmehr bietet er hervorragende Startmöglichkeiten bei südlichen Windrichtungen für Walk&Fly Liebhaber.

 

Ausgangspunkt für diese sehr schöne, aber auch konditionell etwas anspruchsvollere Tour ist Lermoos. Parken kann man an der Grubigsteinbahn, am Schwimmbad oder auch am Bahnhof. Von dort geht’s erstmal über die Bahngleise und wenige Meter östlich des Bahnhofs über einen Schotterweg in Richtung Norden. Bereits  nach 100 Metern zweigt linker Hand an einem Heustadel ein kleiner Steig ab. Diesem folgend und dabei zweimal eine Forststraße querend, erreicht man nach einer guten Stunde die im Sommer bewirtschaftete Tuftlalm.

Es bietet sich an, auf dieser im Sommer bewirtschafteten Alm auf knapp 1500m einzukehren, Kräfte zu tanken und den Wasservorrat aufzufüllen. Viel Schatten wird man ab hier auf dem weiteren Weg zum Gipfel nämlich nicht mehr bekommen.

Hinter der Almhütte steht eine kleine Kapelle, an dieser rechts vorbei über die Bergwiesen der Tuftlalm, dann über Waldschneisen bis auf etwa 1.900m. Der Fichtenwald ist hier schon fast gänzlich verschwunden und Latschenfelder prägen die Berghänge. Die Doppelgipfel von Daniel und Ups sind schon seit der Tuftlalm sichtbar und rücken immer näher. Der Steig biegt nun nach links ab und quert etwa 200 Meter nach Nordwesten, um dann wieder auf den Grat zurückzukehren. Das Gelände wird ab hier deutlich felsiger. Wenige Meter unterhalb des Grates auf 2.300m erreicht man dann die Abzweigung in Richtung Upsspitze.

Wer noch das Bedürfnis verspürt den Daniel zu erklimmen, kann sein Equipment hier deponieren und die verbleibenden 10 Minuten Fußmarsch in die Tour investieren. Der exponierte Grat zum Daniel verlangt allerdings etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Lohnenswert oder nicht, das muss jeder für sich selber entscheiden. Als höchste Erhebung der Ammergauer hat er einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad als die Upsspitze, und wenn man schon mal da ist mag man ja vielleicht auch dort noch kurz vorbei schauen? Zum Start mit dem Gleitschirm ist er jedoch völlig ungeeignet.

Wer sich die Mühe sparen will, zweigt an der Abzweigung zur Upsspitze links ab und ist in wenigen Gehminuten auf dem 2.332 Meter hohen Gipfel angelangt. 

Sowohl Daniel als auch Upsspitze sind zwei hervorragende Aussichtsberge. Das Wettersteingebirge mit Zugspitze im Osten, Mieminger Kette im Süden und die Lechtaler Alpen im Westen reihen sich im Halbkreis um den erklommenen Gipfel. Es gehört zum Lohn des schweißtreibenden Aufstiegs, die Aussicht zu genießen. Aber an dieser Stelle schadet es nicht, einen Blick auf die Uhr zu werfen, denn wer zu lange wartet, den bestraft der bayerische Wind. Besonders an thermisch guten Tagen setzt im Tagesverlauf unweigerlich dieser nördliche Ausgleichswind ein.

Startplatz: 

Der Startplatz an der Upsspitze liegt etwas südwestlich vom Gipfel und erfordert noch einen kleinen Fußmarsch von wenigen Minuten ein paar Meter bergab. Die Ausrichtung liegt bei 170°, also bestens geeignet für südliche Höhenwinde. Bei Ostwind liegt der Startplatz im Lee von dem Grat, der sich von der Upsspitze talwärts zieht. Kommt der Wind aus Westen, besteht die Möglichkeit, ein Stück in Richtung Hebertaljoch (siehe eigene Beschreibung auf dieser Seite)  abzusteigen, um dort vorhandene Startmöglichkeiten zu nutzen.

Landeplatz:

Offizieller Landeplatz des Grubigsteins

Alternativer Aufstieg

Hinter der Almhütte der Tuftlalm kann man auch anstelle des oben beschrieben Wegs alternativ die nordwestliche Richtung einschlagen. Unattraktiv ist auch diese Aufstiegsvariante nicht, aber lass Dich nicht von der Zeitangabe auf der Beschilderung irritieren, das schafft nur ein Bergläufer! Die folgenden 350 Höhenmeter führen hier erst durch hohen Fichtenwald, dann durch niedrigeren Bewuchs bis auf 1.850 m. Die Abzweigung in Richtung Upsspitze und Daniel ist gut beschildert, die Zeitangaben sind aber auch hier falsch. Ab dieser Abzweigung wird der Pfad allerdings richtig steil. Besonders die letzten 150 Höhenmeter zum Startplatz haben es in sich. Der Weg ist insgesamt etwas kürzer, weil man sich die Überschreitung des Gipfels sparen kann.

Hinweise 

Die südliche Ausrichtung der gesamten Bergkette lässt an entsprechenden Tagen guten thermischen Anschluss erwarten. Im Hochsommer können die Ablösungen am Startplatz jedoch stark bis heftig sein. Sanfte und butterweiche Thermik wird man an dieser Südseite im Herbst vorfinden. Sogar im November kann man an diesem Berg noch thermische Aufwinde nutzen. Auch der Aufstieg ist im Hochsommer durch wenig Schatten deutlich schweißtreibender als in den Herbsttagen. Wer von hier aus ein paar Kilometer fliegen möchte, kann die Gelegenheit nutzen, denn die Südseite in Richtung Westen ist thermisch, zur entsprechenden Jahreszeit überaus ergiebig. Auch der Sprung ins Wettersteingebirge oder die Mieminger Kette ist machbar.

Obwohl die Starthänge südseitig ausgerichtet sind wird dringend davon abgeraten diese Tour an südlagigen Tagen mit einer Druckdifferenz höher 3 hpa zu unternehmen. Das Tal ist mit seiner Anbindung an den Fernpass sehr föhnanfällig. Besser eignen sich schwach windige Tage mit thermischer Unterstützung am Startplatz. 

 

Text basierend auf dem Artikel aus der DHV Info 171 
mit freundlicher Genehmigung durch Sepp Schwitzer
 
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